Andacht im Neukirchener Kalender

Das ist nun das zweite Jahr in Folge, dass eine der Tagesandachten im Neukirchener Kalender von mir geschrieben wurde.

Hier der Text, der nur heute (20. Februar 2011) auch auf der Website des Neukirchener Erziehungsvereins zu lesen ist.

Neukirchener Kalender - Sonntag, 20. Februar 2011

Mit Gott wollen wir Taten tun. (Psalm 60,14)

Das Volk Israel ist im Wechselbad der Gefühle: Erst eine saftige Niederlage und dann doch noch ein Sieg. David kann alles, was an diesem Tag geschehen ist, aus Gottes Hand nehmen. Er weiß, dass allein Gott bestimmt, wie ein Kampf enden wird. So wird der letzte Vers des Psalms zu einem Motto, das unabhängig ist vom Ausgang des Kampfes. Der Psalm ist eine Ermutigung für uns heute: Er gibt uns Gewissheit, dass Gott selbst in den dunklen Momenten des Lebens da ist. Gott erlaubt Niederlagen. Doch wenn wir unser Leben mit Gott als Mittelpunkt leben, gehören ihm auch die tollen Momente in unserem Leben, wo alles glatt läuft. Beide Seiten unserer Lebensmedaille dürfen wir im Gebet zu ihm bringen. Wir wollen nicht aufhören, Gott das Schwere unseres Lebens vorzulegen – und ihm für die guten Erfahrungen und seine liebevollen Worte zu danken. Mein Motto für diesen Tag und die kommende Woche: “Mit Gott will ich Taten vollbringen!” (Se-V)

Mit dir, mein Gott

Vater, in der vergangenen Woche lief nicht alles immer rund. Du weißt, dass ich oft den Mut verloren habe und am liebsten das Handtuch geschmissen hätte. Warum hast du diese Dinge zugelassen? War es wirklich nötig, dass mir Menschen den Rücken kehren und so viele Dinge danebengingen? Ich weiß schon, dass das zum Leben dazugehört! Deshalb fällt es mir schwer, etwas Positives aus der letzten Woche zu ziehen. Hilf mir, Herr, in dieser neuen Woche in allen Situationen auf deine Möglichkeiten zu achten. Ich will wieder neu begreifen, was es heißt, mit dir Taten zu vollbringen. Ich will mich ganz auf dich verlassen und auf dein Handeln in meinem Alltag vertrauen. Ich weiß, dass du da bist und mich nicht im Stich lassen wirst. Zeige mir einen Menschen, dem ich heute helfen kann, dich neu zu entdecken. Mach mich sensibel für dein Handeln. Amen.

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